Projekt: 'Fränkische Felsenkeller'
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< Die
'Jägersruh' im Landkreis
Coburg. Mittelpunkt einer weit in den Berg
reichenden Kelleranlage. |
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Vom ‚Fränkischen Kellerrecht’,
mit dem den Bauern seinerzeit die Anlage frostsicherer Vorrats- und
Bierkeller gestattet wurde, profitiert noch heute eine Anzahl bedrohter
heimischer Fledermausarten. Sie nutzen diese Räume, oft seit Jahrhunderten,
um hier, weitgehend ungestört, die Winterzeit zu verschlafen. Die Keller
lagen am Rande der Dörfer und wurden einst mühsam aus dem Fels gehauen. Dann wurden sie
für die Menschen zunehmend entbehrlich, wurden zugeschüttet oder blieben bei Baumaßnahmen
auf der Strecke. Sehr zum Leidwesen unserer Fledermäuse, deren Lebenszyklen
stark von Traditionen bestimmt werden. Lange bevor es Mode wurde sich um
Fledermäuse zu kümmern, begann das Institut diese alten Keller zu pachten
oder zu kaufen und sie vor dem endgültigen Verfall zu schützen. |
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Die Felsenkeller, in deren Innerem
sehr konstante Temperaturen von +6° bis +8°C und eine relative
Luftfeuchtigkeit von nahezu 100% herrschen, werden gerne vom 'Großen Mausohr'
in Anspruch genommen. |
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Außen- und Innenansicht eines ehemaligen fränkischen Brauereikellers |
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Auch Wasserfledermaus, Braunes
Langohr, Bechsteinfledermaus, Zwerg- und Mopsfledermaus überwintern in den
Kellern des Institutes. Das Große Mausohr ist mit ca. 40 cm
Spannweite die größte heimische Fledermausart und ausgesprochen wanderlustig.
Zwischen seinen Sommerlebensräumen und den Winterquartieren legt es bis zu
250 km zurück. In Deutschland sind weitere 21
Fledermausarten heimisch. Sie alle stammen von baumbewohnenden,
insektenfressenden Säugetieren ab, bei denen sich im Laufe der Evolution die
Arme, Hände und Finger zu überaus funktionstüchtigen Flugorganen
entwickelten. Daß dieser Umbau in grauer Vorzeit ausgesprochen gut gelang, zeigt
die Tatsache, daß er in den folgenden 50 Millionen Jahren bis heute praktisch
nicht korrigiert werden mußte. Als hochspezialisierte Insektenjäger können
Fledermäuse nur dort existieren, wo in einer strukturreichen Landschaft die
Nahrungsgrundlage gegeben ist. Alle heimischen Fledermausarten stehen auf der Roten Liste der vom Aussterben bedrohten Arten. Das Institut
leistet mit seinen Biotopschutz- und Artenschutzprojekten praktische Hilfe. |
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